Der Verein wurde 1949 als Kleingartensparte gegründet.
- Der zweite Weltkrieg hinterließ viel Elend und Not.
- Die damalige neue Stadtverwaltung gab einigen Bürgern ca. 6ha Land zum Bewirtschaften.
- ca. 250 Bürger fanden sich zusammen um den Sandigen Boden zu Bewirtschaften.
- Hauptsächlich Kartoffeln waren nach dem Krieg gefragt um den Hunger zu stillen.
- Viele gaben nach einiger zeit wieder auf, da es nicht so richtig klappen wollte. Da der Boden nicht Fruchtbar war.
- Der Rest von ca. 100 Menschen entschloß sich, nach dem Vorbild anderer Organisationen eine Kleingartensparte zu gründen. Sofern ein ensprechender Acker zur Verfügung gestellt wird.
- Die Restlichen 100 Gartenfreunde mit ihrem damaligen 1.Vorsitzenden Richard Schwarz traten dem damals neu gegründeten Kreisverband der Kleingärtner bei.
- Auf freiem Feld wurde eine kurze Versammlung abgehalten und der erste Vorstand gewählt.
- Lohrmann, Emil 1.Vorsitzender
- Anders, Karl 2.Vorsitzender
- Loewens, Max 1.Kassierer
- Bachmann, Bruno 2.Kassierer
- Heinrichs, Käte Schriftführerin
- Nach kurzer zeit des neuen Vorstands und des Kreisverband wurden die ersten 18 Morgen Kirchenacker übernommen. Einige zeit später wurden nochmals 12 Morgen gepachtet,
so das die gesamt Fläche auf 30 Morgen Anwuchs.
- Nun wurde die Gesamtfläche in Pazellen aufgeteilt, so das 150 Pazellen mit einer Größe von 400qm-500qm entstanden.
- Als alle Pazellen vergeben waren wurde die erste Mitgliederversammlung abgehalten. Auf dieser Gründungsversammlung bekam die Kleingartensparte ihren Namen (
Kleingartensparte "Gute Hoffnung" Neuruppin).
- Die neugeborenen Kleingartenbesitzer fingen an ihre Gärten anzulegen. Aber der Ackerboden lag lange Brach und es kostete viel Schweiß und Mühe den Boden zu
bearbeiten. Die Gärten bekamen langsam ein Gesicht.
- Es wurden Bäume und Streucher wahllos angepflanzt obwohl das Pflanzmaterial rar war.
- Nach einigen Jahren bekamen wir unterstützung von der Nachbarsparte und den Älteren Mitgliedern, die uns mit Rat und Tat halfen.
- Die ersten Schulungen vom Kreisverband wurden angeboten.
- Die ersten Lauben wurden errichtet, aus allem was man bekam. Da nach dem zweitem Weldkrieg wenig Materialien zu bekommen waren.
- Damit die Wasserversorgung gewährleistet war wurden die ersten Pumpen aufgestellt.
- Von Jahr zu Jahr wurden immer mehr Pumpen in den Gärten errichtet, so das das Schlangestehen bald ein Ende hatte. Heute noch steht eine Pumpe in der Gartenanlage, die
aber leider nicht mehr Funktioniert.
- Sämtliche Anlagen und Gemeinschaftseinrichtungen wurden zum größten Teil von Umlagen erhalten.
- So wurden die ersten Einfahrtstore aus Holz errichtet. Heute sind sie aus Eisen, dann wurden die Spartenwege befestigt und erhielten ihre Namen.
- Kirschenweg
- Rosenweg
- Fliederweg
- Grüner Weg
- Im Frühjahr 1962 wurde ein Wirtschaftsgebäude errichtet, damit die nötigen Düngemittel und Baumaterialien den Mitgliedern zur verfügung standen.
- Die ersten Düngemittel und Baumaterialien wurden vom damaligen Spartenleiter und dem 1.Kassierer verkauft.
- Nach den ersten Ernteerfolgen stellten sich auch die ungebetenen Erntehelfer ein. Sie kamen meistens in der Nacht.
- Da die Kinderanzahl stetig wuchs, wurde auf einer Fläche von 1.500qm ein Spielplatz errichtet. Spielgeräte wie eine Schaukel, Wippe, Karussel und ein
Sandkasten wurden mit der Spitzhacke angelegt.
- Auf dem Spielplatz fand alljährlich ein Kinderfest statt unter der Leitung von Frieda Dahlke.
- Da die geschaffenen Einrichtungen ständig gepflegt und gewartet werden müssen, so hat jeder Gartenfreund die verpflichtung sich am Arbeitseinsatz zu beteidigen.
- Von denen aus den Jahren 1949-1959 verzeichneten 150 Mitgliedern sind viele nicht mehr da. Aber es war noch einiges zu machen damit das Gartengelände zum
Naherholungsgebiet wird.
- Unsere Parole hieß Schöner unsere Gärten und Anlagen.
- Es enstanden hübsche Lauben. Sie wurden jetzt nicht nur zur Versorgung genutzt, sondern auch zur Erholung.
- Also, Produktivität und Erholung, daß war jetzt die neue Variante. So wurde mit hilfe des Großhandels eine eigene Aufkaufstelle im Gelände eingerichtet.
- Einmal in der Woche stellten sich Georg Hildebrandt, Willi Prizibill, Max Härtingund unser erster Kassierer zur Verfügung um die Aufkaufstelle zu betreiben.
- Am 28.05.1975 wurde auf der Jahreshauptversammung der Beschluß gefaßt, die Elektrizität in unserer Sparte einzuführen.
- Fast alle Gartenfreunde waren dabei, mit einen Kredit und 30% Eigenleistung konnten wir anfangen.
- Wie die Maulwürfe wurden die notwendigen Erdarbeiten durchgeführt und die Erdkabel verlegt. Nach dem die Zählerhäuser fertig waren und mit Zählern ausgestattet waren
konnte 1976 der Stron entlich durch die Gartenanlage fließen.
- Der Vorstand traf sich alle 6 Wochen um zu beraten und Mitgliederversammlungen einzuberufen.
- Am 22.09.1984 wurde ein Beschmluß gefaßt das sich der Verein ein eigenen Kulturraum errichtet. Wir wurden vom Rat der Stadt Neuruppin in jeder Hinsicht
unterstützt.
- Es wurden Verhandlungen mit der Sparkasse Neuruppin geführt wegen einer Finanzierung. Aber alles klappte, mit der entsprechenden unterstützung durch
den Rat der Stadt Neuruppin.
- Am 29.09.1984 Beschließt die Mitgliederversammlung den Bau des Spartenheims. Mit 80% Eigenleistung wurde im Herbst 1984 fing man an mit der Materialbeschaffung. Dann
war es entlich soweit 1985 wurde jedes Wochenende bebaut.
- Unser Spartenheim wurde gebaut.
- Mehr zur Geschichte des Spartenheims, können sie unter Seite Vereinshaus finden.
- Am 29.05.1987 war es soweit das Spartenheim wurde Eingeweiht.
- Es wurden viele Feste und Veranstaltungen in unserem Spartenheim abgehalten.
- 1990 kam die große Politische und Wirtschaftliche Wende!
- Unser Spartenleben wurde auf den Kopf gestellt, hieß es noch zu DDR-Zeiten, ein Kleingärtner soll möglichst 100kg Obst und Gemüse Pro 100qm produzieren, war es auf
einmal nicht mehr gefragt.
- Ein neues Gesetz fand seine Anwendung, das Bundeskleingartengesetz, damit verbunden eine neue Satzung sowie Gartenordnung.
- Viele Veränderungen kamen hinzu, der Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter wurde aufgelöst und wir traten dem Landesverband Brandenburg der
Gartenfreunde e.V. bei.
- Am 29.06.1990 wurde der Verein Kleingartensparte "Gute Hoffnung" Neuruppin e.V. im Vereinsregister beim Kreisgericht Neuruppin eingetragen.
- Im August 1990 gab nach 10-jährigem Vorsitz Max Härting aus Altersgüngen seine Tätigkeit auf. Neuer Vorsitzender wurde Jürgen Hemprich.
- Die wichtigste Aufgabe des neuen Vorstandes war es, die Sparte in ihrem Bestandsschutz zu sichern und sie entsprechend den neuen Bedingungen zu erhalten.
- Zum Beispiel durften neue Gartenlauben einschließlich überdachter Terrasse nur noch 24qm groß sein. Alte rechtmäßig zu DDR-Zeiten errichtete Lauben erhielten
Bestandsschutz.
- Durch die große Initiative des Vorsitzenden konnten viele unserer Mitglieder überzeugt werden, daß es ohne eine gewisse Ordnung in unserer Sparte nicht geht und das
die Satzung und das BkleinG Grunglage für den Erhalt unserer Sparte sind.
- Durch die Wirren der Wende gaben viele Kleingärtner die Bewirtschaftung ihres Gartens auf. Für die Freien Flächen wurden kaum einheimische Nutzer gefunden. In dieser
Situation stellten die ersten Anträge Personen, die nicht in Neuruppin zuhause waren. In den meisten Fällen handelte es sich um Berliner.
- Am 15.05.1993 wurde ein neuer Vorstand gewählt.
- Im Spartenheim wurde eine Schankanlage installiert und von nun an gab es Bier vom Faß. Leider hat man kein Stammpersonal für das Spartenheim gefunden. So wurde das
Spartenheim in verschiedenster Weise von den Spartenmitgiedern genutzt.
- Auf Initiative des Vorsitzenden und in Vorbereitung des 45-jährigen Bestehens der Sparte sollte eine Kegelbahn gebaut werden. Am 16.07.1994 wurde dann die neue
Kegelbahn eingeweiht. Ein tolles Gartenfest mit Zauberer, pferdereiten, Kutschfahrten und einer Gulaschkanone sowie einer Springburg für unsere jüngsten ließ das Gartenfest zu einer gelungenen Feier
werden.
- Am Abend wurde ein jedes Jahr bei toller Musik getanzt.
- Im September 1994 wurden unsere älteren Mitglieder zu einer Kaffeetafel in Spartenheim eingeladen. Dieses Rentnertreffen sollte seit dem zur Tradition werden.
- Leider gab es trotz vieler guter Initiativen auch einige Rückschläge. einige Vorstandsmitglieder wurden beruflich so in Anspruch genommen, daß sie der Doppelbelastung
- Beruf, Vorstand - nicht gewachsen waren.
- Ein weiterer Punkt waren Forderungen von Vereinsmitgliedern, die vom Vorstand unmöglich erfüllt werden konnten.
- Es gab große Meinungsverschiedenheiten, die zur Auflösung des bestehenden Vorstandes führte.
- Aus dem Grund wurde es erforderlich, daß am 05.10.1996 in einer geheimen Wahl ein neuer Vorstand gewählt wurde.
- Nach dem das Spartenheim 10 Jahre lang genutzt wurde, war es mal Zeit, etwas für das Spartenheim zu tun. So wurden unsere Mitglieder mobilisiert und
ran ging es an die Arbeit.
- 1998 im August gab es den erste Kegel Wettbewerb gegen die Nachbarsparte Abendfrieden. Als Sieger ging die Kleingartensparte "Gute Hoffnung" hervor und holte den
Pokal.
- 1999 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert.
Die restlichen 19 Jahre werden auf einer zweiten Seite in der nächsten Zeit veröffentlicht.